Autorinnen gesucht
Du hast gute Gedanken zum Thema Female Empowerment, die du gerne teilen möchtest? Großartig! Wir freuen uns auf deinen Blogtext und auf Wunsch Wissenswertes zu deiner Vita und/oder deinen Diensten für die Community!


46//2025:
Schlechte Quote - tragisch
Bis vor gar nicht allzu langer Zeit war ich naiver Hoffnung, alles werde irgendwie besser. Zäh und nicht überall gerecht verteilt, aber im Großen und Ganzen zumindest in die richtige Richtung. Abgesehen von anhaltenden Krisen ging nun aber noch die Meldung um, dass nur jedes fünfte Start Up von Frauen gegründet wird, zudem der weibliche Anteil in Führungspositionen in Deutschland seit zehn Jahren stagniert und mit nicht einmal 30 % deutlich unter dem europäischen Durchschnitt liegt.
Das verwundert und schockiert mich - einerseits. Andererseits könnte darin der Beweis liegen, dass Frauen nicht trotz der männlich dominierten Strukturen auf Spitzenjobs verzichten, sondern genau deswegen. Vielleicht haben sie einfach keine Lust, auf der Bühne des Testosteron-Theaters zu stehen, sondern fühlen sich hinter den Kulissen sehr viel wohler, weil dort mit weicheren Bandagen statt Ellenbogen an der Alltagsfront gekämpft wird - etwa, weil die Zahl der Care-Rollen, die sie spielen müssen, ohnehin übererfüllend sind. Was wir dagegen tun können? Wie wäre es, die Vorhänge zu öffnen, unser Engagement sichtbarer zu machen und in bunt geschlossenen Reihen einzutreten für Mitgestaltung auf Augenhöhe statt Inszenierungen mit statischen Opfer- und Täterollen?!

42//2025:
Weibliche Weisheit - affenstark!
Wie das so ist mit Studien aus der Forschung, kommt es mir so vor, als hänge die Bereitschaft, Fakten aufzunehmen oder gar zu merken davon ab, wie emotional man mit dem Thema verbunden ist. Neuste Erkenntnisse über den Zusammenhang von Prostataerkrankungen bleiben bei mir naturgemäß kaum haften.
Ähnlich verhielt es sich zunächst mit einem Bericht, in dem darauf verwiesen wurde, dass Gorillaweibchen verhältnismäßig lange nach ihrer Fruchtbarkeit am Leben blieben, weil daraus ein evolutionärer Vorteil entstehe. Aufmerksam wurde ich erst bei den unterschiedlichen Hypothesen zur Begründung, nämlich u. a., dass die Affendamen der Großelterngeneration durch ihre Mitfürsorge und ihren Erfahrungsschatz einen erheblichen Teil zum Gelingen der Nachkömmlinge beitrügen.
Ist das nicht wundervoll? Dass die Präsenz und Weisheit der Älteren in der Natur gebraucht und deswegen honoriert wird? Ist es also nicht auch vollkommen natürlich, daraus wertvolle Rückschlüsse für uns Menschen zu ziehen? Mein hochgebildeter Opa beklagte vor seinem Tod, es sei schade, Wissen nicht vererben zu können. Aber wer weiß? Vielleicht sind (vor-)gelebte Liebe und Weisheit ein viel größeres Geschenk …

40//2025:
Gesehen werden - wirklich?
Was nützt das hilfreichste Coaching-Tool, das inspirierendste Buch oder die genialste Business-Idee, wenn niemand davon erfährt? In der modernen Marketingwelt ist Sichtbarkeit ein Synonym für Ertrag. Doch ist das wirklich so? Dass diejenigen, die sich am meisten zeigen auch den größten Erfolg haben?
Was für den Algorithmus im Smartphone funktioniert, gilt nicht für den Menschen davor. Insbesondere in der Coaching-Branche ist Vertrauen in die Fähigkeiten der Anbieter und in deren Behauptungen das entscheidende Kriterium, um ins Geschäft zu kommen. Das wissen auch die Werbeprofis. Je vermeintlich echter eine Anzeige, desto lauter klingeln die Kassen. Doch ist das nicht ein Widerspruch? Ich finde schon - denn nicht alles, was wahr ist, muss auch gesagt werden. Aber das, was wir öffentlich von uns preisgeben, sollte zumindest der eigenen Wahrheit entsprechen.
Und genau das erfordert Mut - Mut sich ungeschminkt zu zeigen, auch im übertragenen Sinne. Wenn ich eines aus jahrzehntelanger Umwerbung meiner Leserschaft gelernt habe: Die Posts, in denen ich einen ungeschönten Blick hinter die oftmals instabilen Schreibkulissen gewährt habe, bekamen stets die meisten Likes. Es gibt einen Unterschied, ob wir uns beim Scrollen berieseln, belustigen oder gruseln wollen oder aber berühren lassen von authentischen Storys, die etwas viel Kostbareres öffnen als das Portemonnaie: nämlich das Herz. Und genau darum geht es bei femChange - einem Portal, auf dem Frauen sich trauen dürfen, sich zu präsentieren, obwohl oder gerade weil sie keine Rampensäue sind, die am lautesten grunzen.
